Vorbei sind die Zeiten, in denen wir unter dem perfekten Karibikaufenthalt nur das stundenlange am Strand liegen verstanden. Reisende möchten heute auch in ihren Ferien aktiv sein. Wassersport, Velofahren, Wandern und Klettern sind angesagt, und Aruba wird all diesen Nachfragen gerecht.
Die Insel bietet weit mehr als nur Sonne und Sand und ist ideal für individuelle Erkundungen. Allein durch die geologische Beschaffenheit offeriert Aruba seinen Besuchern Möglichkeiten, mit denen keine andere Karibikinsel aufwarten kann. Dazu gibt es eine prächtige Unterwasserwelt zu entdecken.
Aktivferien auf Aruba
Inseltouren on- und off-road
Verlassen Sie die Hotelzone Richtung Norden, offenbart sich Ihnen eine raue Landschaft mit dramatischen Felsformationen. Eine Jeep-Safari über unwegsames Gelände ist die wohl abenteuerlichste Variante, diesen Teil der Insel zu erkunden. Auf die sanftere Tour präsentiert sich Aruba von einem Bus aus, klimatisiert oder offen. Die beliebteste Route führt vorbei an Sehenswürdigkeiten wie dem California Lighthouse, der Kapelle Alto Vista und den Ruinen der Goldschmelzerhütte von Bushiribana. Bevorzugte Fotomotive sind die natürlichen Brücken, die man an der Nordküste immer wieder passiert. Das Zusammenspiel von Wind und Wasser hat sie im Laufe der Zeit in die Felsen gewaschen.
Eine Wüste im Paradies
Die unberührte Landschaft im Nordosten Arubas gehört grösstenteils zum Arikok National Park. Mit einer Fläche von 34 km2 nimmt das wüstenartige Naturreservat fast einen Fünftel der Insel ein. Verschiedene Wander-, Rad- und Reitwege führen den Besucher zu historischen Plätzen wie den ehemaligen Goldminen von Miralamar. Naturfreunde haben auf der «Nature Sensitive Hikers Tour» Gelegenheit, die Flora und Faune in Begleitung des Park-Mitbegründers Eddy Croes zu erkunden. Die Pflanzenwelt ist geprägt vom trockenen Klima, das vor allem Kakteen und den typischen, vom Passat grekümmten Divi Divi Bäumen Lebensraum bietet. Zwischen den Sukkulenten fühlen sich die unter Naturschutz stehenden grünen Lagunen wohl. Im Park brüten zahlreiche Zugvögel. Ständige Bewohner sind Esel, Ziegen und die farbenprächtigen Sittiche, die zur Dämmerung ein kreischendes Konzert zum Besten geben.
Entdeckungen im Untergrund
Mit unterirdischen Höhlen rechnen die wenigsten Bewohner auf einer tropischen Insel. Wer die Guadirikiri-Höhle erforscht, trifft auf zwei sonnendurchflutete Kammern - das perfekte Fotomotiv. In dem 30 Meter langen Tunnel leben Hunderte harmloser Fledermäuse. Die naheliegende Fontein-Höhle ist Zeugnis der Ureinwohner Arubas: An Decken und Wänden sind noch heute Malereien der Arawak-Indianer zu sehen, die an die Geschichte der Insel erinnern. Nicht nur Paaren empfiehlt sich der Besuch des Tunnel of Love, der seinen Namen aufgrund des herzförmigen Eingangs erhielt. In dem 90 Meter langen Durchbruch trifft man weniger auf Liebreiz als auf respekteinflössende Felsformationen.
Hoch zu Ross über die Insel
Warum nicht die Insel vom Pferderücken aus erkunden? Ranches organisieren entsprechende Touren: Hoch zu Ross geht es ins Cunucu, das Landesinnere, entlang der Küste oder auf eine kombinierte Tour. Zwischen wüstenartigen, kakteenübersäten Ebenen und Sanddünen fühlen sich die Reiter wie Cowboys. Sehenswert ist der Natural Pool - ein natürliches Wasserbecken im Felsgestein. Wer es romantisch mag, unternimmt einen Strandausritt in den Sonnenuntergang.
Im Einklang mit dem Wind
Aufgrund des steten Passatwinds ist Aruba ein Paradies für Surfer. Besonders beliebt sind die Gebiete am Arashi und Hadikurari Beach. Surfer jeden Levels finden hier ideale Bedingungen. Ende Juni treffen sie sich beim jährlichen Hi-Winds Amateur World Challenge. Aruba ist längst auch bei Kite-Surfern angesagt. Fisherman Huts ist der beste Ort sowohl für die Sportler als auch für alle, die die spektakulären Sprünge in luftiger Höhe vom Strand aus bestaunen. Auch Parasailing wird hier ausgeübt.
Erlebnisse unter und über den Wellen
Eine Segeltour ist schon fast ein Muss während Ihres Aufenthaltes. Fast jeder Wassersportveranstalter hat verschiedene Touren im Angebot: Ob Sie sich zum Schnorcheln oder in Richtung Sonnenuntergang oder auf einem komfortablen Katamaran auf hohe See begeben, Genuss verspricht jede Fahrt. Musik, Getränke und kleine Speisen sind zumeist im Preis inbegriffen.

Wer ohne Tauchlizenz tiefer abtauchen will, geniesst die farbenprächtige Unterwasserwelt beim Snuba. Ausgestattet mit Flossen, Schnorchelbrille und einem Mundstück, das durch einen Schlauch mit einem Sauerstofftank auf der Wasseroberfläche verbunden ist, geht es nach einer 25-minütigen Einführung unter Anleitung eines PADI-zertifizierten Tauchlehrers hinab in Arubas kristallklares Meer. Selbst Achtjährigen ist so ein Absteigen bis zu zehn Metern möglich.
Eine einmalige Erfahrung ist Sea Trekking. Kinderleicht bewegen sich die «Wanderer» mit einer Sauerstoffmaske durch den Unterwasserpark speziell für Familien ein grosser Spass. Wer nicht ganz so aktiv sein kann oder will, unternimmt eine Tour mit einem Glasboden- oder U-Boot. Selbst das Antilla Wrack kann so erkundet werden. Für Freunde des Angelsports stehen verschiedene Yachten zur Verfügung.
Auf der Suche nach der Vergangenheit
Aruba gehört zu den besten Wrack-Tauch-Gebieten der Welt, wie das «Scuba Diving Magazine» jüngst bescheinigte. Inmitten der breit verstreuten Fragmente des Pedernales Wracks (Tiefe ca. 11 Meter) können Taucher nahezu vollständig erhaltene Gegenstände aus dem Schiffsrumpf sehen. Der Tanker war im Zweiten Weltkrieg gesunken, nachdem er von einem U-Boot torpediert wurde. Für geübte Taucher ist das California Wrack (5 bis 10 Meter) eine sagenhafte Fundgrube. Das Antilla Wrack (ca. 18 Meter) ist mit knapp 120 Metern Länge eines der grössten in der Karibik. Lohnenswert ist auch ein nächtlicher Tauchgang: Die Überbleibsel der Antilla sind unter anderem Heimat für nachtaktive Hummer und riesige Rohrschwämme.
Zum Abschlag nach Aruba
Auf Aruba stehen Ihnen zwei Golfplätze zur Verfügung. Der 18-Loch Championship Course «Tierra del Sol» befindet sich an der nordwestlichen Ecke der Antilleninsel mit freiem Blick auf das Meer. Zwischen Dünen und Grünflächen ragen mächtige Kandelaberkakteen, Palmen und die typischen Divi-Divi-Bäume auf. Die gepflegten Fairways und Greens erlauben auch ein Spiel der oberen Handicap-Klasse.
Am Divi Aruba All Inclusive-Hotel steht der 9-Loch Golfplatz «The Links» zur Verfügung. Die namhaften Golfplatz-Designer Litten und Viola J.V. aus Boyton Beach, Florida zeichnen für die Gestaltung der rund 2,9 mal 2,6 Kilometer grossen Anlage verantwortlich. Das Green ermöglicht auch Abschläge über Wasser und schön angelegte Lagunen. Eine echte Herausforderung, selbst für Könner, stellen die immerwährenden böigen Passatwinde dar.
